Ein Kind, die Wörter, die Welt. Versuch über Sartre.

„Ich gestatte freundlicherweise, dass man mir die Schuhe anzieht, die Nasentropfen einträufelt, dass man mich kämmt und wäscht. Ich weine niemals, ich lache fast gar nicht. Ich kenne nichts Lustigeres als die Rolle eines artigen Kindes.“

Wenn Jean-Paul Sartre in der Autobiographie ´Die Wörter` seine Kindheit nacherzählt, ist selten klar, wo die Grenzen zwischen tatsächlich Ereignetem und bloß behaupteter, fiktiver Wahrheit zu ziehen sind.

Also recherchiert wie spekuliert unser Film über Sartres Kindheit in Paris. Und erzählt von einer weiteren „Fiktion“, die den kleinen Jean-Paul faszinierte – das Kino:

„Wenn man mir einen englischen Bonbon anbietet, wenn sich in meiner Nähe eine Frau die Nägel lackiert, wenn mir in den Toiletten eines Provinzhotels der Geruch eines bestimmten Desinfektionsmittels entgegenschlägt, wenn ich nachts im Zug an der Decke die violette Nachtbeleuchtung erblicke, dann finden meine Augen, meine Nase, meine Zunge die Lichter und Düfte jener verschwundenen Säle…das Kino.“

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